Schon in jungen Jahren machte fragwürdige frühkindliche Klavierpädagogik dem Elterntraum, ihr Kind möge Klavier spielen können, ein jähes Ende. Mit der Zeit (und den legendenumwobenen Flegeljahren) jedoch kam auch das Interesse an Musik wieder. Was als kleine nach dem Gehör gespielte klassische Passage begann, wurde bald zu vier Stunden hintereinander geübten zwölf Takten "Rhapsody In Blue", die dann ihrerseits wiederum zu Klavierverbot führten. Aber es war bereits zu spät: Mit Ende der Schulzeit war das Jazzklavier fest etabliert, und das Große Üben brach aus.

Seit dieser Zeit spiele und schreibe ich Jazzmusik, wie ich es heute verstehe. Dabei fühle ich mich sowohl in klangsuchenden Ensembles wie etwa Grenzbereiche zu Hause, als auch in durchaus klangstarken Gruppen, wie etwa De|feat. Jonas Schoen! oder Carla Bley Motion. Eine herrliche Kombination beider Elemente findet sich hoffe ich manches Mal in meinen Stücken, die ich mit einigen Bands zu spielen die Freude habe.
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